In eisige Höhen von Jon Krakauer

In eisige Höhen von Jon Krakauer

Fesselnde Doku über einen Unfall am Mount Everest

Warum ich dieses Buch gelesen habe

Ende der achtziger Jahre war ich das erste Mal in Zermatt auf dem Bergsteigerfriedhof. Dort und im Museum habe ich mehr über die unzähligen glücklosen Bergsteiger erfahren, deren einziges Bestreben so tragisch endete. Daran habe ich mich erinnert, als im ich im Jahr 2000 Jon Krakauers „In eisige Höhen“ in die Finger bekam, das 1997 erstmals erschienen war. Ich wollte mehr über die Motivation der Bergsteiger erfahren.

Buchbeschreibung

Um etwas über die Besteigung des Mount Everest durch zahlungskräftige Kunden zu schreiben, nahm der Autor im Mai 1996 an einer kommerziellen Expedition teil. Das Unterfangen endete tragisch mit dem Tod von zwölf seiner Begleiter, darunter erfahrene Bergführer, die dem Höhenkoller zum Opfer fielen. Der Autor selber überlebte nur knapp. Detailliert beschreibt er im Buch „In eisige Höhen“ die Faszination des Bergsteigens und die verheerenden Auswüchse des modernen Alpinismus.

Welche Spuren hat das Buch hinterlassen?

Durch Jon Krakauers eingängige Erzählweise fand ich schnell den Einstieg, kletterte mit der Expedition durch alle Höhen und Tiefen. Ich erfuhr einiges über die höchst persönlichen Gründe eines jeden Teilnehmers, sich dieser Tortur auszusetzen, und lernte, einige davon zu respektieren, selbst wenn ich sie bis heute nicht verstehe. 
Heutzutage bilden sich lange Schlangen vor dem Gipfel. Abgesehen von den Umweltproblemen ist es dem Everest egal, denn wer es nicht schafft, bleibt auch zwanzig Jahre nach dem Unglück schlicht und einfach liegen, wie Krakauer bildhaft beschreibt. 

Wem ich dieses Buch empfehle

Man muss kein Bergsteiger sein, um sich von Jon Krakauers detailgetreuer Schilderung in den Bann ziehen zu lassen. Wer verstehen will, wie eine kommerzielle Expedition zum Mount Everest abläuft und warum sie trotzdem scheitern kann, ist hier bestens aufgehoben. Ich habe nach der Lektüre viele Entsprechungen im Alltag gefunden, in dem sich die Gesundheit der Zielerreichung oft unterordnet.