Die Klappe – Thriller

Die Klappe – Thriller

Die Klappe – Was mich inspirierte

Die hochbegabte Studentin Taléia Cardoso stammt aus gutem Hause und studiert in São Paulo Medizin. Als sie vor der Universität auf den Bus wartet, zerren sie zwei Entführer in ein Auto. Seither ist die angehende Ärztin spurlos verschwunden.
Ein paar Tage später findet ein heimliches Liebespaar mitten im Erzgebirge eine Hochschwangere im Schnee. Für einen belanglosen Zeitungsartikel macht ein Fotograf im Krankenhaus ein Bild von der schlafenden Patientin. Danach verschwindet sie, als hätte es sie nie gegeben.
Margie, die als Volontärin beim Magazin Kontrast beschäftigt ist, langweilt sich bei der stupiden Arbeit in ihrem Büro in Frankfurt. Dabei fällt ihr das Foto in die Hände, und sie entdeckt eine erstaunliche Übereinstimmung mit dem Äußeren einer Inderin, die ein Jahr zuvor spurlos verschwand.
Mit viel Eifer überredet sie den Chefredakteur, sie vom Innendienst zu erlösen. Um der Ähnlichkeit auf dem Bild nachzugehen, fährt sie mit ihrem Mentor und Kollegen Ben Erzgebirge. Als die dortigen Behörden jegliche Mitarbeit verweigern, fangen sie an, auf eigene Faust zu ermitteln.

Werden sie es schaffen, das Netzwerk aus eiskalten Menschenhändlern zu zerschlagen?

Von der Idee zum Grobkonzept

Die Allmacht von Richtern, die weit verbreitete Ehrfurcht vor Ärzten und die Hörigkeit vor höheren Instanzen sind die Pfeiler für das Grundgerüst zum Thriller „Die Klappe“.

Inspiriert wurde ich durch einen Kriminalfall, der unter Namen Sachsensumpf Bekanntheit erlangte und in den auch Juristen verstrickt waren. Das Netzwerk unternahm alles, um die Ermittlungen zu verhindern. Bis heute sind viele Sachverhalte ungeklärt.

Wer ist in der Lage, ein Verbrechen ohne Anstrengung zu verstecken? Ich kam unweigerlich auf Richter und Ärzte, denn beide Berufsstände genießen hohes Ansehen. Ihre fachliche Kompetenz und Integrität schützt sie vor Eingriffen durch Polizei oder Presse. Abgesehen von der Macht und einem ausgezeichnet funktionierenden Netzwerk!

Das Thema Adoption fand ich, ohne danach zu suchen. Mir fehlte ein Motiv für die Handlung. Am Ende stellte ich mir die Frage, welche Art Kind Adoptiveltern sich wünschen. Die seltsamen Beweggründe nicht sonderlich vertrauenswürdiger Paare habe ich teilweise im Roman umgesetzt.

Der Titel bezieht sich auf die Babyklappe, in der Mütter in einer Notsituation ihre Babys anonym ablegen können. Voilà, das Grobkonzept stand.

Die Klappe – Details zum Thriller

Wie bei Hilboss – ein tödliches Geschäft sind alle im Thriller erwähnten Orte real. Zugegeben, das Innere der Ämter entspringt meiner Phantasie, aber ich hoffe, das Umfeld im Ansatz realistisch wiedergegeben zu haben.
Das Hotel von Ben und Margie und weitere Gebäude existieren als Punkte in Google Earth.

Auch die Routen bin ich virtuell abgefahren. Ausgesprochen hilfreich ist Google-Streetview, denn mit diesen Bildern besuche ich jeden Ort hautnah, ohne meinen Schreibplatz zu verlassen. Was es nicht gab, wie zum Beispiel eine beschriebene Klinik, habe ich als eingezeichnete Fläche auf einen Acker an den Ort gestellt, wo ich das Gebäude sinnvoll fand.

Bei der Entwicklung der Figuren habe ich mich, wie im letzten Thriller, an realen Menschen orientiert. Vereinzelt habe ich sie ein wenig überzeichnet, damit der Charakter besser zu Tage tritt.

Und nicht zuletzt war es mir ein Anliegen, dass sich die beiden Protagonisten, die sich aus den Ereignissen um die Firma Hilboss kannten, weiterentwickelten. Wie es mit ihnen weitergeht und was mit dem Printmedium „Kontrast“ geschieht, wird sich im dritten Band zeigen.

Wenn du diesen Thriller noch nicht gelesen hast, wünsche ich dir damit viele spannungsreiche Stunden!

In diesem Sinne 
herzlichst Anouk Kaan