Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson

Krimi aus der Weltgeschichte, der in kein Genre passt

Warum ich dieses Buch gelesen habe

Mehrmals habe ich den „Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ im Lebensmittelmarkt meines Vertrauens in den Händen gehalten, doch immer wieder zurückgestellt. Später einmal suchte ich am Abend neuen Lesestoff, und blätterte auf meinem Kindle in den Empfehlungen von Amazon. 

Keine Ahnung, wie es passiert ist, aber mit einem Mal war das E-Book auf meinem Kindle (ich war wohl äußerst müde). Durch dieses Versehen kam ich zu einem der besten Bücher, die mir bisher unter die Augen gekommen sind. Ich fing etwas skeptisch an und las es an wenigen Abenden begeistert durch.

Buchbeschreibung

Weil ein Fuchs seinen geliebten Kater Molotow getötet hat, hat Allan Karlsson nicht nur Meister Reineke, sondern das Haus in die Luft gesprengt und wurde darauf mit 99 Jahren ins Altersheim eingeliefert. Eine Stunde vor seiner Feier zum 100. Geburtstag klettert er aus dem Fenster seines Zimmers. 

Bei seiner Flucht entwickelt sich ein bizarrer Krimi, während dem in Rückblenden über Allans bewegtes Leben erzählt wird. Nebst vielem anderen gibt der Sprengstoffexperte beim Manhattan – Projekt den entscheidenden Tipp zum Bau der Atombombe und freundet sich mit dem Präsidenten Harry S. Truman an. Er wurde Francos bester Freund und Stalin sperrte ihn mit Einsteins Halbbruder ein.

Nach vielen Wirrungen landet der Hundertjährige mit Julius, Benny Ljungberg, der schönen Frau Gunilla Björklund und dem Elefanten Sonja in einem Hotel in Bali.

Welche Spuren hat das Buch hinterlassen?

Durch Zufall gerät Allan in Kontakt mit den hohen Tieren und beeinflusst maßgeblich die Geschichte. Dabei bleibt er stets bescheiden, ohne sich zu verbiegen. In der Gegenwart löst er auf seine unnachahmliche Art die Probleme seiner neu gewonnenen Freunde. Nicht zu vergessen ist der hintergründige Humor, der mich heute noch, in Erinnerung an das Buch, zum Lachen bringt. 

Gelernt habe ich allerlei über das Weltgeschehen, und dass man niemals zu alt zum Leben ist. Das schönste Tauschobjekt beim Umtausch von Lebensjahren ist Gelassenheit. Und ehrlich – Elefanten sind beeindruckende Tiere, vor allem, wenn sie sich zum passenden Zeitpunkt setzen …

Wem ich dieses Buch empfehle

Hier fällt es leicht, eine Empfehlung auszusprechen, denn es ist schwer, etwas gegen das Buch und Allan Karlsson zu finden. 

Wer gerne lacht, Sinn fürs Positive hat (oder gerne hätte – denn nach der Lektüre bleibt sicher was hängen) und die Vorteile des Älterwerdens sucht, ist hier bestens aufgehoben.