Allein auf den Everest von Göran Kropp

Allein auf den Everest von Göran Kropp

Der unglaubliche Reisebericht eines Ausnahmebergsteigers

Warum ich dieses Buch gelesen habe

Nach Jon Krakauers Beschreibung über das Drama am Everest wurden viele Bücher geschrieben, die im gleichen Zeitraum spielten. Einige davon habe ich gelesen doch der Autor von „Allein auf dem Everest“ gab sich nicht mit der Besteigung des höchsten Berges der Welt zufrieden. Er radelte die ganze Strecke, um den Gipfel im Alleingang ohne Sauerstoff zu erreichen und fuhr auf dem Fahrrad wieder nach Hause. Eine Meisterleistung, auf meine Neugierde weckte.

Buchbeschreibung

In dem Buch erzählt Göran Kropp, ein schwedischer Extrembergsteiger, von seiner Expedition, bei der er 1996 mit dem Fahrrad in den Himalaya fuhr. Seine 73kg schwere Bergausrüstung zog er dabei in einem Einspuranhänger hinter sich her. Nach einer vielseitigen und teilweise gefährlichen Fahrt durch Europa und Asien erreichte er Nepal.

Am 10. Mai 1996 half er einigen Bergsteigern beim Abstieg ins Basislager, den sie wegen eines Wettersturzes alleine nicht mehr geschafft hatten. Die Geretteten gehörten zu jener Expedition, die gemeinsam mit Jon Krakauer (siehe Buchbeschreibung „In eisige Höhen“) unterwegs waren.

Am 23. Mai versuchte er es erneut. Er bestieg er den Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff und ohne die Hilfe von Trägern und verlor dabei fast sein Leben. Dann fuhr er mit dem Fahrrad wieder nach Schweden zurück.

Welche Spuren hat das Buch hinterlassen?

Ein Verrückter, dachte ich zunächst, doch meine Bewunderung für die Ausdauer und den enormen Willen wuchsen mit jeder Zeile. Ich lernte einiges über die Länder und deren Bewohner zwischen Europa und dem Everest und darüber, warum ein Mensch sein Ziel nicht aufgibt, wenn er sich denn welche setzt. Bereichernd ist es, seine Sicht auf die von Krakauer beschriebene Expedition zu erfahren.

Bestürzt erfuhr ich bei einer Recherche vor einigen Jahren von seinem frühen Tod beim Aufstieg über die „Air Guitar“-Kletterroute in Vantage im Bundesstaat Washington.

Mehr über den Autor und sein tragisches Ende bei Wikipedia

Wem ich dieses Buch empfehle

Göran Kropp beschreibt nicht nur den Aufstieg auf den höchsten Berg der Erde, sondern den gesamten Hinweg durch Europa und Asien. Seine Eindrücke  von Gastfreundschaft und tiefer Ablehnung (in Pakistan wurde er mit Steinen beworfen), sind für jene empfehlenswert, die Reisedokus lieben und sich für das Erreichen unmöglicher Ziele begeistern. 

Mich hat es gelehrt, nicht so schnell aufzugeben und, dass Beharrlichkeit zum Gipfel führt, selbst wenn der Rest der Welt einen für deppert erklärt.